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Hand aufs Herz: wann habt ihr zum letzten Mal Fotos in ein Fotoalbum eingeklebt? In Zeiten der Digitalfotografie finden sich unsere Urlaubserinnerungen oder Schnappschüsse meist nur noch auf Festplatten, in Clouds oder auf unserem Smartphone. Schade eigentlich, denn so sind sie zwar vorhanden, man blättert sie aber nicht gelegentlich durch oder zeigt sie Freunden und Familie, wenn sie auf Besuch kommen. Während man früher seinen Film ohnehin zum Entwickeln bringen musste, wenn man die Bilder sehen wollte, spart man sich heute meist das Ausdrucken. Außer man hat einen eigenen Fotodrucker zu Hause. Eine super Alternative, die ich schon vor längerem für mich entdeckt habe, sind Fotobücher. Egal ob als Reisetagebücher, für Familienerinnerungen oder auch für berufliche Projekte – Fotobücher sind individuell gestaltbar und dem jeweiligen Zweck einfach anpassbar. Schrift, Layout, Zusammenstellung – je nach Projekt suche ich mir die passende Vorlage bzw. erstelle mir mein eigenes Design. Während früher Fotoprodukte oft etwas hausbacken daher kamen, entscheidet man hier selbst, wie stylish oder in welchem Look das Buch erscheint. Das Tolle daran: Man braucht nicht mehr als einen Computer und seine digitalen Bilder. Fotobuchanbieter stellen das Programm zum Download zur Verfügung und schon kann man loslegen. Ich setze bei meinen Fotobüchern […]
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Tag 47 der Selbstisolation Letzter Tag der Ausgangsbeschränkung Welcome to the new reality. Die Sonne lacht über Wien und alles ist wieder wie es war, oder doch nicht? Man darf wieder raus und sich mit Leuten treffen, Mund-Nasen-Schutz in öffentlichen Gebäuden und Verkehrsmitteln versteht sich von selbst und Handgeben ist verpönt. Stattdessen gibt es jetzt den Ellbogencheck. 1 Meter Mindestabstand, aber zumindest darf man wieder Freunde sehen und sozialen Kontakt pflegen. Die Parks sind voll, die Spielplätze noch gesperrt. Ebenso Restaurants und Kaffees, die kommen erst in 2 Wochen dazu. Von Bars und Eventlocations wollen wir erst gar nicht mehr reden, das dauert noch. Vereinzelt prangern noch Durchhalteparolen von den Fenstern, aber auch die kritischen Stimmen werden lauter. Die neue Freundlichkeit findet auch wieder ein Ende und der Straßenverkehr ist wieder auf gewohntem Niveau. In der Nähe der Landstraße, beim Wienfluss, nisten wieder die Schwäne. Nicht Corona bedingt, das tun sie jedes Jahr. Also business as usual? Nicht, wenn ihr meine Schrumpelhände fragt. Ich habe bald Geburtstag, denke ich mir, als ich zum hundertsten Mal Happy Birthday summe. Ich glaube, ich werde den dieses Jahr auslassen, mal sehen ob nächstes Jahr besser wird.
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TAG 29 DER SELBSTISOLATIONTAG 27 DER AUSGANGSBESCHRÄNKUNG Sei kein Covidiot! Oh je, jetzt nimmt der Virus auch schon Einzug in den Sprachgebrauch. Ich hoffe, das verbreitet sich nicht. Sonst steht Lingua-Distancing am Programm. Die Straßen sind sonst eher leer, man kann die Architektur Wiens ohne Leute viel besser würdigen. Im Prater ist Highlife, ist ja auch Feiertag und schönes Wetter. So wie die letzten zig Tage. Die Polizei greift hart durch. Ein Einsatzbus hält vor einer Bank mit 3 Personen und es wird sofort geamtshandelt. Beim Stadion draußen gähnende Leere. Also alles wie immer. Am Praterstern ist eine Baustelle und alle 4 Fahrbahnen stadteinwärts sind gesperrt. Normalerweise verursacht das einen mittleren Verkehrsinfarkt, heute steht nicht mal ein Auto davor. Sonst Leere. Gassen leer, Lokale leer, Öffis leer… So langsam wird es monoton. Beim Händewaschen summe ich gut gelaunt Happy Birthday und denke an mein Pub. Ob es auch manchmal an mich denkt?
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TAG 26 DER SELBSTISOLATIONTAG 24 DER AUSGANGSBESCHRÄNKUNG Einfach mal die Füße aus dem Fenster hängen, Gsund Bleiben und die Ruhe genießen. So langsam kommt Routine rein und ich glaube, auch die eifrigsten Leute da draußen kommen etwas runter vom Alltagsstress. “Nur Mut, Gott lenkt alles.” prangert es von Maria am Gestade. Das ist übrigens eine der ältesten Kirchen Wiens, das wiederum weiß ich aber nur, weil ich viele Jahre meiner Jugend im Pub nebenan verbracht habe. Das Pub gibt es nicht mehr, die Kirche überdauert. Aber ich schweife ab … Die Locals arrangieren sich so langsam mit der Situation und die innere Stadt ist ohne Touristen und vor allem ohne Wiener wirklich traumhaft an diesem sonnigen Tag. “Nobody said it’s going to be easy”, denken sich sicher auch die Polizisten auf Patrouille. Maske tragen und Jugendliche verscheuchen war sicher genau das, was sie sich unter ihrem Dienst vorgestellt haben. Sicher ganz im Sinne ihrer Werbung: “Deine Rolle ist spannender als ein Hollywoodstreifen”. Die Webseite der Polizei ist übrigens verbesserungswürdig. Aber ich schweife wieder ab … Am Heimweg entdecke ich noch eine maskierte Panda Statue. Lustig? Zeitzeugnis? Kunst? Was weiß man. Während ich wieder vor mich hinsumme und mir die rissigen […]
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TAG 21 DER SELBSTISOLATIONTAG 19 DER AUSGANGSBESCHRÄNKUNG Sonntag, Tag der Erkenntnisse. Ich glaube viele Leute nutzen das Mehr an Zeit, um ihre Wohnungen zu putzen und auszumisten. Dann legen sie Sachen, die sie gefunden haben und nicht mehr brauchen, zu irgendwelchen „Gabenzäunen“ oder einfach vor die Tür. In der Hoffnung, Gutes zu tun und ihren alten Krempel endlich los zu werden. Die Wiener Linien fahren wirklich oft. Selbst mit dem Corona-Fahrplan. Selbst an einem Sonntag. Das merkt man erst, wenn man versucht Fotos zu machen, auf denen keine Bim oder ein Bus durchfährt. Man kommt übrigens auch super schnell per Rad durch die Stadt. Das merkt man auch erst dann, wenn man sich nicht mehr traut, die häufig fahrenden Öffis zu nehmen. Auf der Reichsbrücke kommen mir zwei Joggerinnen entgegen, die sich selbst anfeuern. Für den abgesagten Wien Marathon. Der Startbereich, in dem sich in zwei Wochen Zig Tausende Läufer tummeln sollten, ist wie ausgestorben. Die verlassenen U-Bahn-Stationen wirken wie aus einem Science-Fiction Film. Beim Händewaschen summe ich wieder vor mich hin und denke mir: Das Ganze hat etwas von 12 Monkeys. Den könnte ich mir doch heute wieder anschauen. Happy Birthday übrigens. Irgendwer wird schon haben.
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Tag 21 der Selbstisolation Tag 19 der Ausgangsbeschränkung Am Westbahnhof herrscht gähnende Leere, auch bei der U-Bahn-Station gegenüber sieht es nicht anders aus. Ich habe inzwischen jegliches Zeitgefühl verloren. Es könnte jeder beliebige Tag sein, es wirkt wie Sonntag. Überall Aushänge, man soll Abstand halten. Berlin Döner (best Döner in Town) ist geschlossen, ein trauriger Anblick. Auch der Rest von Boboville steht still. Eine einsame Katze beäugt mich kritisch von einem vergitterten Fenster aus. Am Heimweg entdecke ich eine “Kommunikationsinsel”, irgendwer hat am Boden ein Meter große Abstandshalter aufgezeichnet. 1 Meter kommt mir sehr nah vor. Ich mache einen großen Bogen darum und eile nach Hause. So langsam bekomme ich einen kleinen Durchhänger. Werden wir je wieder normale Zustände haben? Werde ich je wieder andere Leute sehen? Wie lange halten meine Alkoholreserven noch? Und gibt es noch ein anderes Lied als Happy Birthday? Ich dekontaminiere brav und fühle, wie meine Haut immer dünner wird.
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Tag 18 der Selbstisolation Tage 16 der Ausgangsbeschränkung Die immer gleichen Bilder der leeren Stadt werden langsam langweilig. Ein Plakat prangert an: “The best stories don’t happen alone”. Was sich die Werber dazu heute wohl denken. Der Unmut scheint sich zu verbreiten. Während in den ersten beiden Wochen alles einfach hingenommen wurde, kommt mir die Stimmung langsam etwas trotziger vor. An einem Plakat wird die Öffnung der Gärten verlangt. Nur die Lipizzaner ziehen brav wie immer in die Hofreitschule ein. Die innere Stadt ist schön leer, die Luxusläden geschlossen. An der Pestsäule werden Kerzen aufgestellt und Wünsche deponiert. Quasi ein öffentliches Facebook mit gefühlt genauso klugen Köpfen dahinter. Die Wiener Seifen wünschen fast zynisch Frohe Ostern und bei uns im Stiegenhaus gibt’s endlich wieder den ersten passiv aggressiven Beschwerdebrief. Die süßliche Freundlichkeit, mit der hier in letzter Zeit kommuniziert wurde, war ohnehin kaum zu ertragen. Ich wundere mich, ob die Wienerseifen einen Online Shop haben, während ich stoisch Happy Birthday summe und mich mit chirurgischer Präzision einseife …
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Tag 16 der Selbstisolation Tag 14 der Ausgangsperre Haben Sie Wien schon bei Nacht gesehen? Ja, wirklich Falco lief heute im Radio und hat mich dazu inspiriert, meine heutige Radtour mal abends zu starten um zu sehen, wie Wien im Dunkeln ohne Menschen aussieht. Und ich muss sagen: Ich bin entzückt. Ab Sonnenuntergang scheint es wirklich so, als ob die Leute zu Hause bleiben. Gibt ja sonst auch nichts wo man hin kann. Man steht abends also am Ring und hört weder Menschen noch Autos, sondern tatsächlich die letzten Vogerln des Tages zwitschern. Herrlich. Und gleichzeitig auch wirklich spooky. Um mir fotografisch auch eine Abwechslung zu gönnen, habe ich übrigens beschlossen, heute nur das Handy mitzunehmen. Mein Fazit: Der Nachtmodus des Samsung S10+ ist schon sehr beeindruckend. Ich bin gespannt, wie lange es noch weitergeht und sinne darüber nach, welche fotografischen Herausforderungen ich mir noch stellen kann, während ich beim Dekontaminieren 3x das Lied Summe, das ich wirklich nicht mehr hören kann. Gott sei Dank fallen Geburtstagsparties eh gerade aus …
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Tag 14 der Selbstisolation Tag 12 der Ausgangsbeschränkung Es hat den Anschein als ob die Ausgangsbeschränkung aufgehoben wurde und mir keiner Bescheid gegeben hat. An diesem sonnigen und warmen Tag wimmelt es nur so von Menschen an öffentlichen Plätzen. Vom Donaukanal bis zur Prater Allee, es wirkt wie ein normaler Ausflugstag. Auch das mit dem Abstandhalten hat schon mal besser funktioniert. Während ich brav immer mehr als einen Meter Abstand zum Vorderradler halte, besonders an Ampeln, wurde ich heute schon mehrmals überholt, angeklingelt und blöd angeschaut für meine Rücksicht. Der freie Meter vor mir wurden dann oft auch eingenommen. Meist von älteren Herren auf dem Rad. Zumindest sind die Straßen immer noch ziemlich leer und die Öffis auch. Eine Apotheke verkündet stolz, dass Masken wieder verfügbar sind und das Gartenbau Kino meint: “Stay Safe. Stay Sane.” Ein guter Vorschlag, und so summe ich wieder 3x happy Birthday, während meine Hände immer schrumpeliger werden…
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Tag 12 der Selbstisolation Tag 10 der Ausgangsbeschränkung Heute komme ich erst spät am Nachmittag dazu, eine schnell Ring-Runde mit dem Rad zu drehen. Es ist eisig kalt und ich habe nur die kleine Filmkamera dabei. Ich weiß, es ist gerade “Stoßzeit”, aber dennoch ärgere ich mich über die Unmengen an Leuten, die in der Stadt unterwegs sind. Die großen öffentlichen Plätze sind zwar so gut wie leer, aber auf den Straßen herrscht reger Betrieb. Ich verstehen ja, dass man dann doch irgendwann wieder raus muss, aber all die Menschen, die da unterwegs sind bzw. wieder zu mehrt zusammenstehen und auf Öffis warten, können doch nicht alle Systemerhalter sein? Ich befürchte, das wird entweder alles noch sehr lange dauern oder in einer Ausgangssperre enden. Am Heimweg komme ich am Penta Hotel vorbei, das “We miss you already…” verkündet. Das sehe ich genauso. Ich begebe mich in die Dekontamination, Summe reflexartig 3x Happy Birthday und sehne mich nach einem „normalen“ Wien.
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