fbpx
+43 (0) 676 544 65 52
Tag 21 der Selbstisolation Tag 19 der Ausgangsbeschränkung Am Westbahnhof herrscht gähnende Leere, auch bei der U-Bahn-Station gegenüber sieht es nicht anders aus. Ich habe inzwischen jegliches Zeitgefühl verloren. Es könnte jeder beliebige Tag sein, es wirkt wie Sonntag. Überall Aushänge, man soll Abstand halten. Berlin Döner (best Döner in Town) ist geschlossen, ein trauriger Anblick. Auch der Rest von Boboville steht still. Eine einsame Katze beäugt mich kritisch von einem vergitterten Fenster aus. Am Heimweg entdecke ich eine “Kommunikationsinsel”, irgendwer hat am Boden ein Meter große Abstandshalter aufgezeichnet. 1 Meter kommt mir sehr nah vor. Ich mache einen großen Bogen darum und eile nach Hause. So langsam bekomme ich einen kleinen Durchhänger. Werden wir je wieder normale Zustände haben? Werde ich je wieder andere Leute sehen? Wie lange halten meine Alkoholreserven noch? Und gibt es noch ein anderes Lied als Happy Birthday? Ich dekontaminiere brav und fühle, wie meine Haut immer dünner wird.
Read More
Tag 18 der Selbstisolation Tage 16 der Ausgangsbeschränkung Die immer gleichen Bilder der leeren Stadt werden langsam langweilig. Ein Plakat prangert an: “The best stories don’t happen alone”. Was sich die Werber dazu heute wohl denken. Der Unmut scheint sich zu verbreiten. Während in den ersten beiden Wochen alles einfach hingenommen wurde, kommt mir die Stimmung langsam etwas trotziger vor. An einem Plakat wird die Öffnung der Gärten verlangt. Nur die Lipizzaner ziehen brav wie immer in die Hofreitschule ein. Die innere Stadt ist schön leer, die Luxusläden geschlossen. An der Pestsäule werden Kerzen aufgestellt und Wünsche deponiert. Quasi ein öffentliches Facebook mit gefühlt genauso klugen Köpfen dahinter. Die Wiener Seifen wünschen fast zynisch Frohe Ostern und bei uns im Stiegenhaus gibt’s endlich wieder den ersten passiv aggressiven Beschwerdebrief. Die süßliche Freundlichkeit, mit der hier in letzter Zeit kommuniziert wurde, war ohnehin kaum zu ertragen. Ich wundere mich, ob die Wienerseifen einen Online Shop haben, während ich stoisch Happy Birthday summe und mich mit chirurgischer Präzision einseife …
Read More
Tag 16 der Selbstisolation Tag 14 der Ausgangsperre Haben Sie Wien schon bei Nacht gesehen? Ja, wirklich Falco lief heute im Radio und hat mich dazu inspiriert, meine heutige Radtour mal abends zu starten um zu sehen, wie Wien im Dunkeln ohne Menschen aussieht. Und ich muss sagen: Ich bin entzückt. Ab Sonnenuntergang scheint es wirklich so, als ob die Leute zu Hause bleiben. Gibt ja sonst auch nichts wo man hin kann. Man steht abends also am Ring und hört weder Menschen noch Autos, sondern tatsächlich die letzten Vogerln des Tages zwitschern. Herrlich. Und gleichzeitig auch wirklich spooky. Um mir fotografisch auch eine Abwechslung zu gönnen, habe ich übrigens beschlossen, heute nur das Handy mitzunehmen. Mein Fazit: Der Nachtmodus des Samsung S10+ ist schon sehr beeindruckend. Ich bin gespannt, wie lange es noch weitergeht und sinne darüber nach, welche fotografischen Herausforderungen ich mir noch stellen kann, während ich beim Dekontaminieren 3x das Lied Summe, das ich wirklich nicht mehr hören kann. Gott sei Dank fallen Geburtstagsparties eh gerade aus …
Read More
Tag 14 der Selbstisolation Tag 12 der Ausgangsbeschränkung Es hat den Anschein als ob die Ausgangsbeschränkung aufgehoben wurde und mir keiner Bescheid gegeben hat. An diesem sonnigen und warmen Tag wimmelt es nur so von Menschen an öffentlichen Plätzen. Vom Donaukanal bis zur Prater Allee, es wirkt wie ein normaler Ausflugstag. Auch das mit dem Abstandhalten hat schon mal besser funktioniert. Während ich brav immer mehr als einen Meter Abstand zum Vorderradler halte, besonders an Ampeln, wurde ich heute schon mehrmals überholt, angeklingelt und blöd angeschaut für meine Rücksicht. Der freie Meter vor mir wurden dann oft auch eingenommen. Meist von älteren Herren auf dem Rad. Zumindest sind die Straßen immer noch ziemlich leer und die Öffis auch. Eine Apotheke verkündet stolz, dass Masken wieder verfügbar sind und das Gartenbau Kino meint: “Stay Safe. Stay Sane.” Ein guter Vorschlag, und so summe ich wieder 3x happy Birthday, während meine Hände immer schrumpeliger werden…
Read More
Tag 12 der Selbstisolation Tag 10 der Ausgangsbeschränkung Heute komme ich erst spät am Nachmittag dazu, eine schnell Ring-Runde mit dem Rad zu drehen. Es ist eisig kalt und ich habe nur die kleine Filmkamera dabei. Ich weiß, es ist gerade “Stoßzeit”, aber dennoch ärgere ich mich über die Unmengen an Leuten, die in der Stadt unterwegs sind. Die großen öffentlichen Plätze sind zwar so gut wie leer, aber auf den Straßen herrscht reger Betrieb. Ich verstehen ja, dass man dann doch irgendwann wieder raus muss, aber all die Menschen, die da unterwegs sind bzw. wieder zu mehrt zusammenstehen und auf Öffis warten, können doch nicht alle Systemerhalter sein? Ich befürchte, das wird entweder alles noch sehr lange dauern oder in einer Ausgangssperre enden. Am Heimweg komme ich am Penta Hotel vorbei, das “We miss you already…” verkündet. Das sehe ich genauso. Ich begebe mich in die Dekontamination, Summe reflexartig 3x Happy Birthday und sehne mich nach einem „normalen“ Wien.
Read More
Tag 9 der Selbstisolation Tag 7 der Ausgangsbeschränkung Endlich eine “echter” Sonntag, seit Anfang dieses Wahnsinns habe ich jegliches Zeitgefühl verloren und es kommt mir immer wie Sonntag vor. Heute ist es aber wirklich Sonntag. Vielleicht liegt es auch am Sonntag, oder dem merklich kälteren Wetter, aber heute sind die Straßen noch viel leerer als bisher. Selbst der Gürtel in Richtung Hauptbahnhof ist wie leergefegt. Sie einzigen, die unterwegs sind, sind die Helden der Neuzeit, die Essenslieferanten. Im Bahnhof selber sind überraschend mehr Leute als erwartet. Natürlich wirkt der Bahnhof immer noch seltsam leer, aber sowohl in den Wartebereichen als auch auf den Gleisen tut sich mehr, als ich mir gedacht habe. Dafür ist die Favoritner Fußgängerzone und das ganze Sonnwendviertel wie Ausgestorben. Am Eingang eines Wohnhauses wird zur Balkonparty um 18 Uhr aufgerufen. “Bleibt gesund und habt weiter Spaß am Leben, das ist auch wichtig!” heißt es da. So menschenleer wirken manche der Orte und deren Fotos eher wie. Die Öffis fahren weiter, großteils leer, nach Fahrplan. Die wenigen Lokale, die offen haben, haben so genannten kontaktlose Abholstationen eingerichtet. Hier wird einem (oder dem Fahrradkurier) das Essen hingestellt, damit man keinem Angestellten zu nahe kommt. Ich nehme mir vor, […]
Read More
Tag 7 der Selbstisolation Tag 5 der Ausgangsbeschränkung Diesmal führt mich mein Ausflug stadtauswärts Richtung Hietzing. Während manche Parks gesperrt sind herrscht in anderen reges Treiben. Die U-Bahn-Stationen sind nach wie vor menschenleer, aber je weiter man den Stadtkern verlässt, desto „dichter“ wird der Verkehr. Das AMS wird bewacht. Schloss Schönbrunn ist gesperrt. Die Straßen vor der Anlage, wo normalerweise Busse voller Touristen abgeladen werden, sind leer. Die Polizeipräsenz wirkt diesmal stärker, an neuralgischen Punkten stehen überall Einsatzfahrzeuge. Und während in der U-Bahn-Station Meidling ein Plakat der Aktion Wiener-helfen-Wienern der Rapid-Jugend hängt, geht oben in der Fußgängerzone das Leben weiter, als ob nichts wäre. Es ist wirklich zum Schreien. Dafür ist die Stimmung bei den Fahrern der Wiener Linien gut. Es ist „gmiatlich“, kaum Leute zu befördern, kaum Verkehr. Und während auf den leeren Straßen die Müllabfuhr brav ihren Dienst versieht, gehen im Park daneben Familien spazieren und turnen Slackliner, als ob Regeln an einem Frühlingstag nur für andere gelten. Ich hoffe auf schlechtes Wetter, befürchte eine Ausgangssperre und fahre nach Hause um mich zu dekontaminieren. Ihr wisst schon: Happy Birthday – 3x. Bin inzwischen sehr textsicher.
Read More
Tag 5 der Selbstisolation Tag 3 der Ausgangsbeschränkung Bei traumhaftem Wetter mache ich mich auf eine neue Expedition in die Außenwelt. Natürlich alleine, auf dem Rad und mit genügend Sicherheitsabstand. Die Welt draußen wirkt ruhiger. Es sind immer noch einige Autos unterwegs, aber die Fußgänger werden weniger und sind alle meist alleine und mit vernünftigem Sicherheitsabstand unterwegs. Die Öffis sind menschenleer und die meisten Orte auch. 10 Uhr am Mittwoch fühlt sich an, als ob man sonntags durchgemacht hätte und bei den ersten Sonnenstrahlen nach Hause wankt. Surreal und leicht beklemmend. Ein erstes Graffiti, das sich auf die aktuelle Situation bezieht, prangert an einer Wand. Alles ist abgesagt, alles geschlossen. Nur die Tauben lassen sich den Spaß nicht nehmen und baden fröhlich vor der Albertina. Die Supermärkte sind offen und gut gefüllt, die Horden bleiben aber aus. Ebenso sind sieht es bei den Apotheken aus. Dafür gähnende Leere in den U-Bahn-Stationen. Ein bisschen wie im Film „28 Days Later“. Am Weg nach Hause sehe ich wieder etliche Polizeiautos und Polizisten auf Streife. Ich glaube aber nach wie vor, dass diese einem nur mehr auffallen, weil sonst kaum Verkehr ist. Ich flüchte mich in die Sicherheit meiner vier Wände. Beim Duschen […]
Read More
Tag 3 der Selbstisolation Tag 1 der Ausgangsbeschränkung Da sich meine Latte-Macha trinkende, Yoga machende, Hipster Bubble auf Social Media seit gefühlten Wochen in Isolation befindet und Vize-Kanzler Kogler gestern Abend nochmals bestätigte, dass Radtouren und Joggen durchaus noch erlaubt sind, machte ich mich auf zu einer Ring-Runde um zu sehen, wie es da draußen wirklich zugeht. Neben schönstem Wetter waren überraschend viele Leute und Autos unterwegs. Es fühlt sich an wie ein etwas arbeitsreicherer Sonntag. Das einzige, was wirklich angenehm ist: Wenig Radfahrer und kaum Touristen, die einem ungefragt vors Rad hüpfen. Während der Großteil der Fußgänger brav ist und meist allein oder zu zweit mit genügend Sicherheitsabstand unterwegs sind, ist es leider vor allem die Risikozielgruppe, die draußen unterwegs ist und auch schon mal gern zu mehrt gemeinsam steht und tratscht. Die Öffis ziehen fast leer an einem vorbei und auch die Stationen sind mulmig menschenleer. Spätestens wenn man allein am Rathausplatz steht und weit und breit niemanden sieht, kommt man sich vor wie in einem Zombie-Film. Supermärkte sind offen und bestens gefüllt, trotzdem kommt jeder zweite mit massenhaft Klopapier aus den Geschäften. Was ich beim besten Willen nicht verstehe. Außerdem sind immer mehr Menschen mit Masken unterwegs. […]
Read More
Nicht ohne mein Handy Ein Werkzeug, das für jeden Fotografen (und eigentlich jeden Freelancer) unerlässlich ist, ist das Mobiltelefon. Nicht nur, dass man ständig erreichbar sein muss, nein, es gibt eine Vielzahl an weiteren Funktionen, die einem das Arbeitsleben erleichtern. Dabei achte ich als Fotograf natürlich nicht nur auf Form, Farbe und Finesse, sondern auf Kamera, Funktionen und Dinge, die ich für meinen Job brauche. Denn auch beruflich gilt: Nicht ohne mein Handy. Meine Wahl: Das Samsung S10+ Ich verwende seit kurzem dank Samsung Austria ein Samsung S10+, das mich aus mehreren Gründen sehr beeindruckt. Klarerweise ist eine der wichtigsten Funktionen für mich eine gute Kamera, da man auch Social Media bedienen muss und nicht immer das ganze Foto-Equipment dabei hat. Und hin und wieder will man ja auch behind-the-scenes Reportagen machen. Hier punktet das S10+ gleich dreimal mit den drei eingebauten Objektiven. Neben dem “normalen” Objektiv hat das S10+ noch eine extra Linse für Makroaufnahmen und eine für Weitwinkeliges. Besonders letzteres ermöglicht es, beindruckende Bilder zu machen. Der Weitwinkelmodus lässt kleine Räume riesig erscheinen und eignet sich übrigens auch perfekt, um Aufnahmen von einem voll gedeckten Tisch zu machen. Eine Funktion, die besonders bei mir als Food Fotograf auf […]
Read More
Blogheim.at Logo